Cyclecross

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Radbande im Stromberg

#gravelbike

#strombergbuben

Es ist kalt, lausig kalt. Über Nacht ist der Winter eingezogen. In den Höhenlagen hat sich eine schöne Schneelandschaft ausgebreitet. Drunten im Tal verbindet sich der Schnee mit Matsch. Also Schneematsch. An Rennrad fahren ist nicht zu denken. Indoor ja, auf Watopia, am besten mit Marc mit seinem TRON BIKE und der Virtuellen Rad Bande (Thomas und Rico) bei einem Meetup im Windschatten. RIDE ON. Er im Keller, wir im Keller. Aber das kann doch nicht alles sein. Raus ins Leben, in die Realität. Ein Anruf von Charlie verändert alles: Komm, leih dir das Cyclecross Rad vom Forest aus, steht eh nur im Keller! Sven Heuschele, genannt Forest, ein guter Freund der Familie und guter Kumpel. Über ihn habe ich im Blogbeitrag Silvesterlauf 2019 eine kleine Anekdote geschrieben. Ein Anruf, ein Glas Rotwein, ein, zwei Raki später war ich stolzer Besitzer eines Cycle Crosser 🚴‍♂️ der Marke Specialized.

Cyclecross

Es sprach sich rum wie ein Lauffeuer. Der Coach hat ein Rad. Es wurden schnell Pläne geschmiedet, Touren ausgearbeitet und ein Treffpunkt für die Jungfernfahrt mit einem Crosser in den verschneiten Wegen des Strombergs zu unternehmen.

auf verschneiten Wegen im Stromberg

Cyclocross ist ein alte Sportart. Früher nannte man es Querfeldeinfahren. Es gibt Wettbewerbe, Meisterschaften, sogar eine WM wird ausgefahren. Charlie Albrecht und Thomas Fischer haben sogar im letzten Jahr in Mole, Belgien teilgenommen. Meist ist es ein Rundkurs mit Hügeln, mit kleine Hindernissen in denen man oft absteigen und sein Rad Schultern und tragen muss. Auf EUROSPORT hab ich mir das Finale angeschaut. Es ist schon beeindruckend wie leicht der Weltmeister Mathieu van de Poel durch den Tiefen Sand und Match mit seinem Rad pflügt. Alle anderen Konkurrenten, weit abgeschlagen in schweren Schritten das Rad Huckepack tragend, mit heraushängenden Zungen folgend. UNGLAUBLICH.

wie van de Poel

Ich kann mich gut an den ersten Satz von Charlie erinnern: Luft raus lassen! WAS? Ja, du hast einen zu hohen Reifendruck, also folglich keinen guten Gripp. Normal fahr ich zwischen 7 und 8 bar und jetzt soll ich unter 3 bar die Luft rauslassen. Schon komisch. Aber ich tue was mir gesagt wird, sind ja die Profis!

Single Trail

Über kleine Nebenstraßen, an Weinbergen vorbei, fanden wir den Einstieg in den Stromberg. Forstwege, von grossen Wald Maschinen schwer bearbeitet, tiefe Mulschen, Schnee und Eis, ein schwieriges Terrain für einen Anfänger. Geronimo bestimmt den Weg und entscheidet sich für einen Single Trail. Puh. Jetzt wirds tricki. Hohe Konzentration, den Weg lesen, das Rad unter Kontrolle, die Hände an den Bremsen. Bloss nicht auf die Fresse fliegen, sonst wirds dreckig! Geschafft.

Bloss nicht auf die Fresse fliegen

Noch einen weiteren Trail? NEIN, hab genug fürs Erste. Gemeinsam geht es den verschneiten Waldwegen des Baiselberg Höhenweg entlang. Die Sonne schimmert durch die Wipfel hindurch. Schatten und Licht, ein feines Wechselspiel der Natur. Ich atme die kühle Luft des Strombergs ein. Ich entspannte mich, mein Kopf wird durchgepustet. Nur Freude.

Licht & Schatten

Der Sport Cyclocross hat jetzt auch die Breite Masse erreicht. Man nennt es Gravel. Gravelbike überstezt: Schotterrad, ist ein Trend aus Amerika. Längere Distanzen über Stock und Stein auf einem umgebauten Rennrad. Dicke Reifen, auf Komfort getrimmtes Rad, für lange Touren geeignet. Jungs mit langen Bärten und Tattoo auf dicken Oberarme. Natürlich Cool.

Dirty Kanza Kult Rennen

Gut, den Bart hab ich, das Tattoo kommt noch. Ein Hipster bin ich nicht! Nenn es Gravel, nenn es Cyclecross, Mountainbiken oder Querfeldein. Abseits der normalen Strassen, weg vom Autoverkehr, über Sand, Schotter, Eis und Matsch. Neue Landschaften mit dem Rad erkunden. Ausblicke genießen. Die frische gesunde Wald und Wiesenluft einatmen. Die Seele auf dem Rad baumeln lassen. Mit Freunden unterwegs. Ursprünglich. Es geht ums Radfahren.

FOTO GERONIMO SCHMIDT

Auf Strava hab ich für Euch meine Jungfernfahrt aufgezeichnet. Sie ist machbar, aber am besten mit guten Freunden. Danke an Marc, Thomas, Geronimo und Charlie für die guten Tipps , die guten Gespräche.

Bleibt gesund, bleibt mir treu.

LG. DER COACH

Warum ich ohne Akku fahre? Weil ich es kann😉

Unbekannt

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  1. christa holler

    danke fuer den text, da kommt viel rueber, diese urspruenglichkeit, die winterlichen eindruecke, eine neue moeglichkeit durch das crossfahren (ich bevorzuge : feldeinfahren, ueber stock und stein! immer diese anglizismen, die viele gar nicht verstehen!!) auch die „seele baumeln “ lassen zu koennen, ( tucholsky, den ich liebe und bei vielen zu unrecht vergessen ist, dabei ist er sooo modern(!) hat diesen auspruch gepraegt), die entspannung, der freie kopf (nie war er wichtiger als heute!), die pure freude, endorphine werden freigesetzt un,d das ganz ohne psychopharmaka!! ich gratuliere zum cycle crosser! bleib cool auch ohne tatoo!
    dein bart reicht schon zur coolness! ( tatoo ist fuer mich selbstverstuemmelung, denn keiner kennt die auswirkungen der tinte, die reaktion der haut, die allergien hervorruft…(kaum im sinne einer heilpraktikerin!!?) hals und beinbruch und flieg nicht auf die fresse wuenscht dir maman, christa

    • Danke für die eigentlich schon vormvollendete Rezension. Vieles ist einem nicht bewusst beim schreiben, aber irgendwann hab ich das in meinem Leben aufgesogen. Kurt Tucholsky, ich kann mich noch an die Eröffnung der Hösbacher Buchhandlung erinnern. Wie lange ist das her? Du merkst, vieles ist von Dir, kannst stolz drauf sein! LG. Der Coach

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