Shut down

An dem Tag als sich die Welt veränderte saß ich allein auf meinem Merida Reactor und atmete die frische kühle Frühlingsluft ein.

Das Corona Virus: Sars Cov 2

An dem Tag als die Welt sich veränderte saß ich allein auf meinem Merida Reactor Rennrad und atmete die frische kühle Frühlingsluft ein. Mir ging es gut. Die ersten Sonnenstrahlen, am Wegesrande die ersten Krokusse, Magnolien Bäume in ihrer schönsten Pracht. Einfach herrlich. Meine Radkumpels mieden mich, die Regierung erliess eine Kontaktsperre, die Angst sich gegenseitig anzustecken war gross. Panik! Das Corona Virus hatte unsere Gesellschaft fest im Griff.

In dieser schwierigen Zeit musste ich häufig an meinen Vater denken. 2002 brach in China der Virus SARS -COV aus und er war mittendrinn dabei. Leider kann ich ihn nicht mehr befragen, aber meine Erinnerungen über diese Zeit sind noch sehr präsent. Er hatte ein kleines Weinbau Entwicklungshilfe Projekt in der Region Gansu/China. Im Frühjahr 2003 musste er für wichtige Pflanzarbeiten in sein Projektgebiet. Nach anfänglichen Vertuschungen der Regierung über das Virus SARS -COV wurde ein striktes Einreiseverbot erteilt. Nur mit einer persönlichen Genehmigung des Gouverneur der Region Gansu durfte er nach China einreisen. In Peking gelandet, war er verwundert über die menschleeren Strassen. Sein Zug der über 1000 km in das Projektgebiet ging war Geisterhaft leer. 2 Ärzte haben ihn begleitet, immer wieder Fieber gemessen um so ein Anzeichen einer Erkrankung zu erkennen. Tatsächlich stieg seine Temperatur, er hatte Anzeichen von leichtem Fieber. Seine 2 Begleitärzte wurde schon richtig mulmig. Er beruhigte sie, nahm eine Aspirin und nach nochmaligen Fiebermessen war wieder alles im Lot. Angst war ihm fremd.

mein Vater in seinem Weinberg mit Bürgermeister Zouh

Er konnte stolz auf sich sein. Mit Ruhe und Bedacht hat er sein Ziel erreicht.Und ist nicht in Panik versunken.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/zwei-deutsche-gegen-chinas-fuselkultur-denn-wein-ist-keine-schnapsidee-1.923984-0

Jetzt, 17 Jahre später, hat mich das Virus erreicht. Es ist nicht SARS -COV sondern ein Ableger und trägt den Namen SARS COV 2: der Erreger ist in der Stadt Wuhan / China ausgebrochen. Man spekuliert, das der Ort ein Lebensmittelmarkt für wilde Tiere war. Das Sars – COV Virus ist von der Fledermaus über eine Schleichkatze dann auf den Mensch übergesprungen. So in etwa muss auch der neuartige Virus seinen Weg auf den Menschen gefunden haben.

Ausgangssperre, Kontaktsperre, menschenleere Strassen, Hamsterkäufe, Unsicherheit in allen Teilen unserer Gesellschaft. Am Anfang war es weit weg. (laut Trump, das Chinese Virus) Im Fernseh sah man Bilder von eilig gebauten Krankenhäuser und abgeriegelten Millionenstädten. Die ersten Meldungen von infizierten Mitarbeitern einer Zulieferfirma der Automobilbranche in Deutschland beunruhigte uns nicht. Erste Meldungen aus der Lombardei/ Italien und sogar die ersten Toten gaben uns zu denken. Aber wir taten das mit den Worten ab: wird bei uns doch nicht so schlimm, unser Gesundheitsystem ist besser aufgestellt.

leere Geisterstädte auch bei uns…..

Jeden Tag lernte ich dazu. Die Gespräche wurden intensiver. Das Virus beherschte unseren Alltag. Die ersten Hamsterkäufe konnte ich beobachten, der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern wurde eingeführt. Man Schüttelte keine Hände mehr zur Begrüssung. Man ging auf Distanz.

unser Leergutjungs machen einen guten Job

Eine Millionenstadt in China unter Qarantäne zu stellen war zu Zeiten meines Vaters schon eine grosse Belastung. Aber bei uns in Europa? Welche Massnahme ist gerechtfertigt, welche Massnahme ist übertrieben?

Herdenimunität, Durchseuchung, Avidität sind neue Begriffe in meinem Wortschatz. Ein guter Podcast:

Virolge Christian Drosten

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html

In meiner Jugend hatte ich die Kinderkrankeiten, Mumps, Masern und Windpocken. Meine Mutter hatte die Malaria. Viruskrankheiten die nur bedingt mit Medikamente oder Impfungen zu unterbinden sind. Auch gegen das neue Corona Virus gibt es noch keine Wirkstoffe. Also ist der Gedanke einer Herdenimunität eine Chance für die Gesellschaft, mit der Massgabe die Risikopatienten zu schützen?

Gelingt uns das ?

Es ist eine grosse Belastungsprobe für unser Zusammenleben. Ich bin skeptisch. Die schönen Hastags: #wirundjetztfüralle, #zusammensindwirstark #nachbarschaftchallenge oder #solidaritecovid-19 hören sich gut an. Ich spüre Unsicherheit, Panik und Existenzängste!

Wir dürfen uns nicht verlieren. Mut und Courage sind besonders in dieser Zeit gefragt. Mit Bedacht, Umsicht und Mut jeden Tag neu begehen. So denke ich gerne an die Zeit meines Vaters in seinem kleinen Weinbauprojekt in China zurück. Er hatte den Willen, den Mut und die Kraft an seinem Projekt festzuhalten. Und Sars – Cov konnte seinen Traum nicht hindern. Die kleinen Bauern haben es ihm gedankt. Und auch jetzt ist er für mich ein Anker in diesen schwierigen Zeiten.

Bleibt Gesund. Euer Coach

Die Tradition

Die Tradition

ein Skiurlaub mit der ganzen Familie

An den ersten Schnee kann ich mich noch gut erinnern. Wir fuhren über eine Passstrasse in Richtung Italien, wir schrien im Auto, mein Vater musste sofort auf die Bremse und in einer Nothaltebucht anhalten. Mit voller Freude stürzten wir Kinder uns in den Schnee am Wegesrande. Wir kamen damals gerade aus Kenia. Die ersten sieben Jahre meines Lebens verbrachte ich in Afrika. Der schneebedeckte Kilimandscharo war in weiter Ferne. Einmal eine Schneeballschlacht, ein Iglu oder eine Schlittenfahrt. Das wäre toll.

Kilimandscharo

Einen Skiurlaub – das konnten sich meine Eltern nicht leisten. Manchmal fiel der Schnee bei uns auch im Vorspessart, so unternahmen wir spannende Rodeltouren, Schneeballschlachten und spielten Eishockey auf unserem zugefrorenen Dorfteich bis die Mama zum essen rief. Aber ein richtigen Skiurlaub in den Bergen blieb ein Traum.

Ischgl – mein Traum! jedes Jahr fuhren meine Freunde nach Ischgl, erlebten die tollsten Geschichten. Und Ich war nie dabei. Blieb immer Zuhause. Hatte mir in jungen Jahren beim Fussball einen Kreuzbandriss zugezogen und fand das Skifahren für mich als zu gefährlich. Schade.

Erst die Bekanntschaft meines Schwiegervaters Herbie änderte sich mein Leben. Er war ein richtiger Tiroler durch und durch. Gebürtig aus Schwaz in Tirol. Im Sommer ging er in die Berge zum Pilze sammeln und im Winter war Skifahren angesagt. Zum Ausgleich spielte er auf dem zugefrorenen See mit Freunden Eisstock schießen. Meinen ersten Vogelbeeren Brand hab ich mit ihm gekippt. Lecker. Viel über Österreich 🇦🇹und seine Berge gelernt. Danke.

ein Mann aus Tirol

Er ist natürlich jedes Jahr mit seiner Familie in den Skiurlaub gefahren. Ihm war es wichtig das sein beiden Töchter gut Ski fahren lernen. Und das konnten sie besser als @Lindsey Vonn.

So war es Tradition das er immer zu den Faschingsferien zum Skiurlaub einlud. Nun auch mich. Es ging nach Brigels in die Schweiz. Mein Traum wurde war. Schnee so weit das Auge reichte, eine unglaublich schöne und beeindruckende Landschaft.

Brigels / Schweiz
Traum

So, was macht einer ohne Skierfahrung auf dem Berg? Erst mal sich Langlauf Ski ausleihen. Es gab gleich eine gespurte Loipe nahe der Hütte. Das lief nicht so schlecht. Jetzt wollte ich wie die grossen Biathleten auch mal Skaten. Merkte aber schnell das ich nicht vorwärts kam. Erst mein Schwiegervater Herbie erklärte mir den Unterschied. Die Ski sind anders aufgebaut.Die Skating Ski haben ein Kante mit der man sich abstösst. Um so mittels Skatingschritt an Tempo zu gewinnen. Logisch…

fehlt nur das Gewehr…

Ich wollte natürlich nicht hinten an stehen. Alle waren so gute Skifahrer, selbst schon die kleinsten Enkelkinder Samu und Levi fuhren wie wild die Pisten herunter. So durfte ich mir mal die Abfahrtsski von meinem Schwiegervater Herbie ausleihen. Fiasko will ich es nicht nennen, aber erst einmal in den Schlepplift reinstolpern war eine Herausforderung. Steht man erst oben auf der Bergstation werden die Knie weich. So steil sieht das von unten doch gar nicht aus! Allen Mut zusammen genommen, Augen zu und Abflug in den Schnee. Gut, mit paar Ratschlägen und like Schneepflug mehr als recht und schlecht die Talstation erreicht. Nichts gebrochen, alles heil, darauf einen Schnaps! (am besten eine Vogelbeere)

Pistenschreck oder doch Franz Klammer

Aus diesen ersten Erfahrungen hab ich gelernt und mich auf das Langlauf fahren in den nächsten Urlauben konzentriert. Auch lange Schneewanderungen mit Hund Chablis🐕 habe ich stattdessen unternommen. Oft war das Ziel eine Après Ski Hütte in der sich dann die ganze Familie traf. Es hat mich schon geärgert das ich nicht den berühmten Einkehrschwung konnte. Aber das Bier🍺 und die Jause🍳 hab ich mir doch schmecken lassen.

Chablis aus den Karpaten

Eine Tradition vom Schwiegervater Herbie in den Faschingsferien zum Ski fahren einzuladen haben wir übernommen und fortgeführt. Eine Tradition. Es ist nicht immer leicht alle unter einem Hut zu bekommen. Es jeden Recht zu machen. Die Kinder werden größer und es nicht mehr so spannend mit den „Alten“ in den Urlaub zu fahren. Skiurlaub ist teuer. Eine Unterkunft für uns alle mit Hund Chablis zu finden ist nicht so leicht. Dieses Jahr waren wir in den Nockbergen, 🏔️Kärnten.150 Meter von der Bergstation entfernt. Im Tal gab es zwei Thermen und für mich eine Skating Loipe. Hurra! Die Klimaveränderung hat auch die Skigebiete erreicht. Mit viel Aufwand wird versucht mittels Beschneiungsanlagen den fehlenden Schnee entgegenzuwirken. Schneesicherheit ist ein wichtiger Erfolgsgarant für die Urlaubsregionen. Auf einer weissen gespurten #Römerloipe konnte ich meine Runden drehen. Sehr bizarr, aber gut!

global warming

Das Klima ändert sich, global warming ist auch in den Skigebieten angekommen. Mit einer großen Anstrengung stemmt man sich gegen den fehlenden Schnee. Wir wollen auf den Gipfel, Ski fahren, mit einem feinen Einkehrschwung in die Après Ski Hütte und feiern bis die sich die Balken biegen. Ist das noch Zeitgemäß?

Einkehrschwung wie Anno dazumal

Ich glaube schon. Nachhaltigkeit ist das Schlagwort. Die Berge in ihrer vollkommenden Schönheit verstehen und spüren. Wanderungen, gerne auch Bäume umarmen sich entschleunigen, der Natur bewusst werden. Gut Einkehren, mal ohne Einkehrschwung! Menschen, Sprache und Regionale Produkte kennenlernen. Viele Angebote werden schon gemacht.

in der Panoramahütte

Fasching 2020 🎉in den Nockbergen war wieder ein Traum. Ich freue mich schon auf unseren nächsten Familienurlaub. Wo wird er sein? Das weiss ich nicht, aber ich weiss, er endet mit einem gepflegten Einkehrschwung.

Nockberge 2020

Bleibt mir treu. LG. Euer Coach

Der Coach

Ich war mal

Trainer

einer kurdischen Mannschaft!

Ich war mal Trainer einer kurdischen Fussball Mannschaft. Und so fing alles an. Mit dem Fussball hatte ich nach meiner aktiven Zeit nicht mehr viel am Hut. In meiner neuen Stadt kannte ich niemanden und keiner wusste das ich ein leidenschaftlicher Amateur Fussballer mal war. Selbst meine Frau Miriam ahnte nichts von meiner früheren Leidenschaft. Vielleicht an meinen Narben am Knie und den leichten O Beinen konnte man einen Fussballer in mir erkennen. Aber das lag lange zurück.

Selbst hatte ich einige Trainer in meiner aktiven Fussballer Zeit. An einen kann ich mich besonders erinnern. Sein Name: @Herbert Hufgard. Ich weiss nicht ob er der Erfinder der Vierer Kette ist, aber Fussball war sein Leben.

Er prägte mich in der Jugend und holte mich später zu meinem Dorfverein in dem er der Trainer der 1. Mannschaft war. Wir waren Jung und Schön. Und wollten die Fußball Welt einreißen. Aber oft spielten wir viel Müll. Kurz vor Spielende, im Stand von 0:0 oder gar 1:2, machte er sich an der Seitenlinie warm, wechselte sich selber ein, ging in die Sturmspitze, (mit seinen @addidas Copas in herunter gezogenen Stutzen und hoch-gekrempelten Ärmeln – eine Kampfansage) ein Ruck ging durch die Mannschaft wie einst im Film von Bud Spencer: Sie nannten ihn Mücke.

sie nannten ihn Herbert…

Aber der Trainer hatte auch die Fähigkeit den Fussball in seinem Stellenwert richtig einzuordnen. Einmal bei einer verlorenen Meisterschaft am letzten Spieltag waren wir alle am Boden zerstört. Der Trainer fand die ersten Worte: Kopf hoch Männers, es gibt wichtigere Dinge im Leben. Damit war alles gesagt.

für gute Laune

Nun, fremd in der neuen Stadt mit einem Job der immer bis spät Abends ging, war an Fussball in einem Verein nicht zu denken. Öfters ging ich in eine Dönerbude um mir die Bundesliga oder Champions League live bei einem Glas Bier anzuschauen. Meine Frau war froh.

Es stellte sich heraus das der Besitzer ein Kurde war und in einem kleinen Fussballverein spielte und sogar Gründungsmitglied. Wir kamen ins Gespräch und er lud mich ein mal bei einem Training vorbeizukommen. Sie spielten auf einem alten Kunstrasen. Eine Hand voll Spieler begrüßten mich herzlich. Klassisch bei einem Eckchen machte man sich warm, hatte noch nichts verlernt, den ein oder anderen „Tunnler“ brachte mir gleich wohlwolliges Nicken ein. Das Bällchen lief. Nach einer halben Stunde spürte ich schon den harten Untergrund. Ich war keine Zwanzig mehr.

Und so war meine Engagement schnell verflogen. Der Austausch in der Döner Bude bei einem Glas Bier mit dem Besitzer blieb. Wir diskutierten viel über den internationalen Fussball bei Live Spielen der Bundesliga oder Champions League. Und so viel manchmal auch das eine oder andere Wort über den kurdischen Verein. Der wenig Geld hatte, geschweige denn Anerkennung. Die Spieler kamen in die Jahre und der Nachwuchs war nicht in Sicht…Man hatte kein Geld für einen Trainer, so machte den Trainerjob der ein oder andere Spieler. Was dann meistens im Streit endete. O Ton: von dir lasse ich mir nichts sagen! Ich musste nur schmunzeln und wusste auch keinen Rat.

wo lang geht’s?

Ich glaube ich war geschmeichelt wie zwei Vorstansmitglieder des kurdischen Vereins auf mich zukamen und mir das Traineramt anboten. Ich und Trainer? Und dann noch ein Deutscher!

Den ein oder anderen Spieler kannte ich ja noch aus dem Training. Werden sie mich als Trainer akzeptieren oder bin ich nur der Notnagel, weil sie keinen dümmeren gefunden haben? Oder sich keinen besseren leisten konnten? Viele haben den Verein schon abgeschrieben! 5 brauchbare Bälle und ein Satz Trikots (kurz/ kurz, was bei Minusgraden zapfig war). Die Trainingsbeteiligung war Mau, manchmal stand ich allein auf dem Platz. Wäre da nicht der Kapitän @Nodari Kvilitaia aus Georgien und ein Pole Namens Jacek gewesen, hätte ich schnell das Handtuch geworfen. Aber Sonntags wollten natürlich alle Spielen. Sie konnten und mussten sogar, weil mehr als 10 bis 12 Spieler fanden sich auch zu Spieltagen nicht in der Kabine ein. Nach 60 Minuten gingen den meisten dann auch die Puste aus.

warten auf Spieler

Viele wunderten sich. Ein Trainer der nicht schreit, keinen zur Sau macht, einer der positiv denkt auch bei dem aller schlechtesten Gekicke. Das war neu und gewöhnungsbedürftig.

ein Bier verdient?

Die Spieler sind mir ans Herz gewachsen. Haben sie verloren musste ich sie aufbauen, bei einem Sieg war ich auch bisschen stolz – leider gab es nicht viele Siege!

Ich merkte, ich kann Trainer. Und es machte mir auch spass. Ein Trainingslager in Südfrankreich brachte die Mannschaft enger zusammen (viele werden sich ein Leben lang an diese vier Tage erinnern, ich sage nur Mont Ventoux) und meine Philosophie wurde zumindest toleriert. (es muss aus seiner eigenen Begeisterung und Motivation kommen, der Trainer gibt nur den Rahmen vor) Sie nannten mich Der Coach.

Vorbereitung

Die grosse Veränderung fand zur Zeit der Flüchtlingskrise statt. Der Verein hatte die Idee den jungen Flüchtlinge ein Angebot zu machen bei uns mit zu trainieren. Ich fand die Idee gut aber warnte auch vor der Verantwortung. Aber es würde natürlich dünne Spielerdecke verbessen, so glaubte man…

Der erste Waldlauf blieb mir noch gut in Erinnerung. Die geflüchteten jungen Männer waren mit Freude dabei und wollten mir zeigen das sie was können. Etwas Wert sind. Nass, verschwitzt, ausser Puste und doch freudig ist dieses obige Foto entstanden. Es war der Start für eine grosse Veränderung. Vielleicht auch für unsere Gesellschaft! Im Nachhinein bin ich immer noch meinen Stammspielern für ihr Vertrauen und Unterstützung der geflüchteten Spieler dankbar. Es war schwer, jede Woche kamen neue junge Männer und fragten ob sie mit trainieren könnten. Wir haben jedem die Hand gereicht. Darauf bin ich stolz.

mehr als 10 Spieler…

Das Prinzip: wer trainiert und Leistung zeigt spielt, konnte nicht jeder akzeptieren. So gab es natürlich Spannungen in dem verdiente Spieler des Vereins sich nicht mehr von mir genug respektiert verstanden fühlten und zogen sich zurück. Hinter meinem Rücken wurde auch bestimmt nicht nett vom Coach gesprochen.

ein Sieg

Es gab aber kein zurück mehr. Wir haben diesen Weg eingeschlagen und er war richtig und fühlte sich gut an. Die geflüchteten jungen Männer brachten auch viel Qualität mit. Mit jedem Spiel, mit jedem Sieg kam Vertrauen und das Selbstbewusstsein zurück. Die Integrationskraft des Fussball kann so stark und mächtig sein. Es gibt kein Schwarz, kein Weiss, es gibt kein Kurde, kein Deutscher, kein Türke oder Pole. Es gibt kein Christ, kein Islamist und kein Jeside. Es gibt nur: kannst du kicken oder nicht! Das war auch zu meiner Zeit unter @Herbert Hufgard so.

dafür eine Urkunde.Danke

Dies sind meine Erinnerungen von 4 Jahren als Coach für einen kurdischen Verein. Diesen Blogeintrag widme ich allen Spieler die unter mir trainiert haben. Danke. LG Bleibt mir treu. Euer Coach

Silvesterlauf 2019

Nun hab ich einen Freund, Sven Heuschele, genannt Forest, nach dem Filmklassiker Forest Gump. Eines Tages fängt er an zu Laufen, läuft und läuft wie seine Filmfigur Forest Gump.

#untereinerstunde

#forestlauf

Der Bietigheimer Silvesterlauf hat Tradition. Seid 1981 findet er jedes Jahr am 31.Dezember statt. Der Startschuss vom Oberbürgermeister erfolgt immer um 14:00 Uhr unter dem Viadukt. Das Wahrzeichen Bietigheim – Bissingen. 3000 Starter, 15.000 Zuschauer säumen die 11,2 km lange Strecke durch die Altstadt.

Mein erster Silvesterlauf ging eine Wette voraus.

Ich würde es nicht unter einer Stunde schaffen!

Darauf sagte ich: Ich laufe unter einer Stunde und kehre in eine Kneipe ein und trinke sogar noch ein Bier!

Gesagt, getan, Wette gewonnen!

über 3000 Läufer

Diese eine Stunde auf 11,2 km ist für ungeübte Läufer schon eine Herausforderung und eine Magische Zahl. Spitzenläufer würden darüber lächeln, liegt der Streckenrekord, gelaufen von @ArneGabius, bei 32 Minuten und 43 Sekunden.

Nun hab ich einen Freund, @Sven Heuschele, genannt Forest, nach dem Filmklassiker Forest Gump. Eines Tages fängt er an zu Laufen, läuft und läuft wie seine Filmfigur Forest Gump. Mehrmals hat er schon beim Silvesterlauf teilgenommen, aber immer knapp über einer Stunde geblieben. Das sollte 2019 anders werden. So wurde das TEAM FOREST GUMP gegründet. Unterstützt von @ALWA Mineralbrunnen und wie beim Weltrekordversuch von @EliudKipchoge (Marathon unter 2 Stunden) war das Ziel: Der Silvesterlauf von Bietigheim 2019 unter einer Stunde!

Glücksbringer?

Das TEAM FOREST GUMP bestand aus @EmilZatopek (meine Referenz an einen grossen Läufer seiner Zeit) @StefanSpari (kurzfristig eingesprungen) @LaminCamara (natürlich darf ein Topläufer aus Gambia nicht fehlen), Charlie Checkpoint (musste kurzfristig absagen) und @SvenHeuschele (genannt Forest)

Es war angerichtet. Kalt, trocken, sonnig! Bei so vielen Läufern haben wir uns im Getümmel verloren, so musste jeder sein eigenes Rennen laufen. Aber die vielen Freunde und Massen von Zuschauern trugen uns durch die Strassen von Bietigheim. Überall Applaus, Anfeuerung, Livemusik, Banner und Trommelwirbel, einfach fantastisch. Grosses Dankeschön.

Ja unser Forest hats gepackt: 57 Minuten und 32 Sekunden. Stark.

#untereinerstunde +4 Sekunden

Ziele muss man haben im Leben! Es ist ein schönes Gefühl seine Ziele im Leben zu erreichen. Manchmal braucht es die Unterstützung vieler helfender Hände. Manchmal braucht man mehrere Anläufe. Aufgeben ist keine Option, sollten auch Eure Ziele in weiter Ferne liegen. Ja, #untereinerstunde beim Silvesterlauf von Bietigheim kann ein Ziel sein. Aber es gibt vielleicht wichtigere oder schönere Ziele im Leben. So wünsche ich euch allen das Eure Träume und Wünsche 2020 in Erfüllung gehen. Bleibt mir treu. LG Euer COACH

Radsport für Anfänger

ex Fussballer wird zum Radsportler

Charity Bike Cup

Das war´s. Mein letztes Foto 2019 zeigt den Zieleinlauf des Charity Bike Cup der Lila Logistik in Marbach. Ihr wollt bestimmt wissen wie es mir in der Saison 2019 bei meinem Projekt „ex Fussballer wird Radsportler“ ergangen ist.

Hier nun mein Bericht aus der Rosa Roten Rennfahrer Brille!

Nach der Wintervorbereitung auf der Trainings App Zwift, Road Grand Tours, Kino Map und Rouvy sah ich mich eigentlich fit um in das Frühjahr zu starten. Also, auf nach Südfrankreich mit dem TGV im Eiltempo!

La Corima, 10 Jahre Emotion, leider zum letzten Mal ausgetragen!

die 10 Trikots der letzten 10 Jahre

Der Rennrad Club Saint James Montélimar ist ein kleiner Verein und es Bedarf sehr viele freiwillige Helfer um dieses Radrennen auf die Beine zu stellen. So war ich froh beim letzten Mal nochmal dabei sein zu dürfen.

Es war kalt an diesem Sonntag morgen um 9:00 Uhr in Montélimar. Der Mistral (kalter Nordwind) hatte sich über Nacht angekündigt und wehte fein mit Böhen bis zu 60 km/h vom Norden her. 2000 Radrennfahrer hatten sich aufgereiht. Ich schloss mich dem Peleton hinten an und wartete auf den Startschuss. Nach dem Start ist das Feld sehr nervös und man kann schnell in kleinere Unfälle verwickelt werden. So kam ich gut in Tritt, suchte immer passende Gruppen um schön im Windschatten mit zu rollen. Es ging in die herrliche Landschaft der Drôme. Die ersten kleineren Anstiege und das Feld flog schon auseinander. Ich hatte Glück, erwischte eine gute Gruppe und im Sinne des „Belgischen Kreisels“ stürmten wir durch die Täler und Berge der Drôme Prôvencale. Klasse!

in Dieulefit eine kleine Stärkung

Über 300 freiwillige Helfer sind auf den Beinen um dieses Rennen zu tragen. In Deulefit holte ich mir einen Kuchen und eine Coca Cola. So gestärkt machte ich mich auf die letzten Kilometer gegen den Nordwind Mistral. Mein grösster Gegner an diesem Tag.

Gewinn: das letzte Trikot!

Im Ziel. Ein leckeres Essen (Tré francaise) mit allen Teilnehmern. Noch ein Foto mit dem Originaltrikot der 10 Ausgabe „La Corima“.Ein Grand Merci. Ich werde das Rennen vermissen.

Wieder mit dem TGV von Valence im Eiltempo nach Deutschland. Die Ba Wü stand als nächstes im Rennkalender!

mein Trainerstab

In meinem Blog Eintrag „Mein erstes Rennen“ habe ich über die Ba Wü in Münsingen berichtet.

Das 23.Schlossradrennen von Hohenheim

Ja mit der Startnummer 1 und Präsidente Charlie die Starnummer 30 -Verpflichtung und Bürde zugleich…konnte ja nichts mehr schiefgehen.

Man sollte am Vorabend nicht feiern und saufen gehen, so hatte ich am Start in Hohenheim wohl noch Restalkohol von unserem Grillfest am Vorabend. Gottseidank gab es keine Dopingkontrolle.

Das Kult Rennen zum 23. Mal schon ausgetragen geht in einem Rundkurs von 2,5 km um das Schloss Hohenheim. Auf einem kleinen Ziehweg, gepflastert, muss man 30 Runden absolvieren. Gleich vom Start weg ging die Post ab, beim ersten Anstieg konnte ich schon an diesem Tag nicht folgen. Mehrmals wurde ich vom Spitzenreiter überrundet. Aufgeben, gibts nicht! Es war heiss an diesem Sonntag im Juni. Ich riss mich zusammen: wer saufen kann, kann sich auch quälen.

Es war eine gute Stimmung. Die Zuschauer feuerten mich an, der Stadionsprecher hatte motivierende und aufbauende Worte!

Quäl dich du Sau

Im Juli stand das Radsportcamp in Varéas im Radsportkalender. Davon und wie wir 7 Radhelden den Mont Ventoux bezwingen habe ich in einem weiteren Blogeintrag beschrieben.

Wer will nicht mal auf einer Teststrecke von Porsche fahren? Eine Einladung für das Team Mahle beim 33 Runden von Weissach machte dies möglich.

33 Runden von Weissach

Bericht vom Präsidente Charlie

Spotlich und schnell war es für mich und den Capitano Sebastian. Auf der Teststrecke von Weissach, in der die Porsches ihren feinschliff bekommen, wurde das Radrennen „33 Runden von Weissach“ veranstaltet. Die wellige Runde hatte 2,5 km und wurde 33 Mal, also 82,5 km gefahren. Jede 7. Runde gab es eine Sprintwertung. Das Tempo im Mittel lag bei 37 km/h, wobei am Berg eine 35,3 km/h gefahren worden ist. Ging also gut ab auf der Porsche Rennstrecke! Die letzte Runde hatten wir versemmelt und so haben wir den 21 und 28 Platz  im Ziel erreicht. Der Sieger war ein Radrennfahrer aus der alten Sonntags Radgruppe aus Ochsenbach, Martin Erlich. Er hatte den ersten Sieg für das Team Porsche seit bestehen des Rennens geholt! Mich freut das riesig, weil ich ihm viele Trainingseinheiten vorbereitet habe. Klasse Rennen, gerne wieder dabei auf der Vmax Teststrecke.

Vorbereitung

Anmerkung:

Radsport kann brutal sein! Ich fühlte mich gut. In der 14. Runde kam es zu einer unglaublichen Tempoverschärfung. Ich wollte am Hinterrad drann bleiben. Kam in den Roten Bereich, meine Muskulatur übersäuerte, die Lunge brannte, meine Beine fühlten sich wie Pudding an. Ich musste abreissen lassen. Enttäuscht stieg ich vom Rad. Sah mir eine Runde das Feld an, so konnte ich nicht aufgeben. Schloss mich wieder der Gruppe an und kam nach 33 Runden  – 1 ins Ziel!

Charity Bike Cup der Lila Logistik

Race

Ich saß auf der Couch, schaute gemütlich auf Eurosport die Tour de France. In einem Nebensatz erwähnte der Reporter @KarstenMigels das Charity Rennen in Marbach. Marbach die Schillerstadt, nicht weit entfernt, dachte ich mir. So stieg ich von der Couch, meldete mich spontan im Team Eurosport (Kapitäne Migels / Wörndel) an.

Das Rennen wird zum 13. Mal ausgetragen. Der Erlös geht an eine Kinderstiftung und hat über die Jahre knapp eine halbe Million an Spenden eingesammelt. Super. Dafür in die Pedale zu treten lohnt sich.

el Diablo: Kultfigur Didi Senft

Mit dem Kauf eines Startplatzes für ein Team gehen 30 € als Spende an Star Care e.V.. Ein Trikot in den Farben des Teams ist auch im Paket mit dabei. Das Motto: Spass haben und Gutes tun!

Auf nach Marbach. 9:00 Uhr, Team Präsentation. Meine Teamkapitäne @KarstenMigels und @FrankWörndel von Eurosport empfangen uns herzlich und freuen sich für den vielen Windschatten der Teammitglieder.

Insgesamt werden 6 Runden á 15 km gefahren. Die ersten 2 Runden werden neutralisiert und geschlossen im Team gefahren. Nach einer kurze Pause erfolgt der scharfe Start. Mit viel Tempo geht es in die letzten 4 Runden. Es ist kalt, trocken und die Sonne zeigt sich. Auf der ersten Runde kann ich noch gut mithalten, aber ich spüre wie meine Beine übersäuern und ich dem Anfangstempo Tribut zollen muss. Es ist unglaublich wie Profi Rennfahrer @Roger Kluge an mir vorbeirauscht. Als wäre ich mit einem Dreirad unterwegs. Aber gerade die Möglichkeit sich auf gleicher Strecke mit den Profis zu messen (Fischfutter) macht auch den Reiz dieses Charity Event aus.

Miri und Basti

So, das war mein erstes Jahr als Radsportler. Schön war´s. Es ist nicht einfach vom ex Fussballer zum Radsportler, aber es macht Laune! Der Radsport hat viele Facetten. Das Radeln hält mich fit und schlank. Neue Freunde, gute Gespräche, spannende Landschaften. Immer Zeit für einen obligatorischen Espresso, einen Plausch und ab und zu Mal Muskeln zeigen. (in die Fresse) Ich muss noch viel lernen. Der Winter steht vor der Tür. Mit Zwift werde ich mich fit halten. Neue Radsportziele, Rennen, Touren und Ausflüge sind für 2020 geplant. Das Gravel bike hab ich für mich entdeckt, Davon und von weiteren leidenschaftlichen Touren und Wettkämpfen hier auf meinem Blog. Bleibt mir treu. LG. Euer Coach.

Die Triathlon Staffel

Drama unterm Viadukt

Am Sonntag den 7.Juli 2019 fand in Bietigheim – Bissingen der 5. it compact Triathlon statt. Ich hatte mich schon lange dafür angemeldet, merkte aber in der Vorbereitung das meine Wade sich verhärtete. Und ich wohl nicht ins Ziel kommen würde.

Meine Idee: warum sich selbst quälen, meld doch eine starke Staffel!

Ich hatte drei Sportler in meiner Vorstellung die dieser Herausforderung gewachsen wären. Keiner von ihnen könnte den Triathlon alleine durchstehen. Jeder brauchte die Hilfe und Qualität des anderen.

So sprach ich einem nach den anderen an und begeisterte sie für das Rennen!

Der Schwimmer: Jason Peter, 18 Jahre, Abiturient, Jobt seid 2 Jahren als Leergut Junge beim Kiesel und ist aktiv in der Wasserwacht Bietigheim.

Der Radfahrer: Oliver Völker, 49 Jahre, Finanzbeamter, fährt mit einer Prothese und ist auch als Bandit Olli bekannt.

Der Läufer: Lamin Camara 21 Jahre, geflüchtet aus Gambia, macht bei der Bäckerei Stöckle eine Ausbildung.

In der Vorbereitungsphase für den Staffel Triathlon haben wir uns jede einzelne Disziplin angeschaut. 500 Meter schwimmen in der Enz, 20 Kilometer Rad fahren durch den Krotztunnel und 5 km laufen durch die Innenstadt von Bietigheim.

Für Jason war es ungewohnt in der Enz. Die Sicht ist beeinträchtigt, der Strömungsverlauf der Enz ist ungewohnt und die Temperatur des Wasser ist deutlich kühler als im Schwimmbecken.

Bandit Olli hat sich mit der Strecke vertraut gemacht, sehr kurvig und auf schmalen Strassen muss man die Ideallinie finden.

Lamin kannte die Laufstrecke schon vom Bietigheimer Silvesterlauf, aber vor allem an seiner Renneinteilung hat er gearbeitet.

Das Ziel: 5. it compact Triathlon von Bietigheim-Bissingen

Der Jagdstart war für 9.40 Uhr geplant. Jason war gut vorbereitet, Bandit Olli hat sein Rennrad in der Wechselzone und Lamin war natürlich die Ruhe selbst. Cool.

Lamin und Jason in der Wechselzone

Jason starte schnell überholte gleich den ein oder anderen Schwimmer und kam mit viel Tempo aus der Enz in die Wechselzone gesprintet. Super. Bandit Olli stand in den Startlöchern, der Transponder wurde übergeben und Anfeuerungsrufe begleiteten Olli auf seiner Radstrecke.

Staffelwechsel vom Schwimmer zum Radfahrer

Auf der Radstrecke verlor Bandit Olli im Vorderreifen Luft. Auf der letzten Rille kam er in den Zielbereich, stürzte vor meinen Augen und ich sah das Rennen schon verloren. Schnell wechselten wir den Schlauch, ein Helfer packte sofort mit an und Olli konnte schnell auf die Strecke geschickt werden.Wie bei der Formel Eins. Ein astreiner rasanter Boxenstopp!

Boxenstopp nach Reifenplatzer

Lamin wartete schon ungeduldig in seiner Wechselzone. Wie ein Rennpferd vor dem Start. Konnte Lamin Camara die fehlende Zeit wieder gut machen? Er wurde auf seine Strecke geschickt und wenn es keinen Morgen mehr gibt, stürmte er in die Innenstadt von Bietigheim. Ein nach dem Anderen wurde kassiert. Leichtfüssig, aber mit dampf in den Beinen spurte er die drei Runden von Bietigheim.

….leichtfüssig, aber mit dampf in den Beinen…

Ich hatte ein gutes Gefühl.War das Podium trotz Sturz und Reifenwechsel noch möglich? Die Zuschauer feuerten jetzt noch kräftig an, das Ziel im Blick, kam nochmal die Tempoverschärfung von Lamin Camara. Wie einst Emil Zátopek. (wird ihm nichts sagen, aber er kanns ja googeln)

…das Ziel im Blick, kam nochmal die Tempoverschärfung…

Ich bin stolz auf die Jungs. Jeder hat sein Bestes gegeben, keiner von ihnen wäre allein ins Ziel gekommen. Nur im Team waren sie stark. Kompliment!

auf dem Podium

Die Triathlon Staffel beim 5. it compact Triathlon von Bietigheim . Bissingen war ein starkes Team. Danke. LG. Der COACH

Das Radsportcamp

Mont Ventox
1909

Vom 11. Juli bis zum 15. Juli 2019 fand „Das Radsportcamp“ in Valréas der Partnerstadt von Sachsenheim statt. Schon 2018 im März waren 4 unerschrockene Radhelden im März zu Gast. Das Radrennen „La Corima“ in Montélimar war der Höhepunkt. Mit 2000 Teilnehmern auf wunderschöne abgesperrten Straßen, (100 km durch die Drôme Provencale) gegen den gefürchteten Nordwind Mistral. Unvergesslich!

2018 dem Sonnenuntergang entgegen radeln
Présidente Charlie, Florian, Pirata Geronimo und Capitano Sebastian im März 2018

Von dieser Tour begeistert beschloss man recht schnell zur Zeit der Tour de France wiederzukommen. Von den Berichten und Geschichten und die Möglichkeit den berühmten Mont Ventoux zu erklimmen, schlossen sich weitere Rennradfahrer der Idee an, am 2. Radsportcamp teilzunehmen.

7 Radhelden vor dem Sachsenheimer Lichtensterngymnasium
Bandit Olli, Capitano Sebastian,Présidente Charlie, Pirata Geronimo, Champione Lars, Chameur Thilo,
Le Rouge Christian

So machten sich 7 durchtrainierte Radhelden auf den Weg in die Enklave des Papstes, die Partnerstadt von Sachsenheim, nach Valréas. Es freuten sich Mama Christa Holler (unsere Herbergsmutter für die nächsten 4 Tage) der Mischlingshund Fritzie und das Haus „La Refuge“ auf das Radteam.

morgens auf dem Autobahnparkplatz beim Zöhne putzen
Vorfreude

Trucker Geronimo hatte die Idee durch die Nacht zu fahren um am Morgen schon den ersten Petit Café zu geniesen. Das zweite Auto der Alpentreter startete pünktlich im Morgengrauen um 5 Uhr. So kamen wir alle gut durch und trafen frohgemut in Valréas an. Wir wurden herzlich von Mama Christa empfangen und freuten uns bei einem Willkommens Café auf unsere gemeinsame Reise.

Empfang im Tourismus Büro Valreas
Einladung auf ein verre d`amitie im Office de Tourisme

Die Jumelage von Valréas hatte von unserer Ankunft gehört und uns Sieben auf ein Begrüßungstrunk in das Office de Tourisme eingeladen. Eine nette Geste. Ein herzlicher warmer Empfang wurde uns von der Jumelage bereitet. Auch der 2. Vorstand Fabrice Winaud und Sécretaire Bruno Lauzier vom VCV Velo Club waren anwesend. Présidente Charlie hielt eine kleine Ansprache und betonte wie wichtig die Deutsch – Französische Freundschaft für Europa ist. Wir übergaben ein Bild mit dem Konterfei der 7 Radhelden vor dem Lichtenstern Gymnasium Sachsenheim. Fabrice und Bruno luden uns auf eine gemeinsame Radtour am Sonntag ein. Wir nahmen freudig an!

Anschließend fuhren wir auf unsere erste Erkundungstour. Auf Höhe von Taulignan trafen wir auf einen Lavendellaster. Der Duft des frisch geernteten Lavendel war imposant! Davon wohl noch berauscht stürzte Champione Lars beim Überholmanöver gefährlich auf die Gegenfahrbahn. Er hatte einen französischen Schutzengel. Außer Schürfwunden am Bein und eine Verstauchung am Handgelenk ist nichts passiert.

Tapete ab, sagen die Rennradfahrer dazu.

hinter einem Lavendellaster her radeln
kurz vor dem Unfall, berauscht vom Lavendelduft!

Nach den ersten 50 Radkilometern, beindruckt von der Landschaft, kamen wir in unser „La Refuge“ zurück. Mama Christa Holler warte schon mit einem 3 Gänge Menü und einem passenden gut gekühlten Rosé. Lecker! Mit einem Pastis beendeten wir den Abend und freuten uns auf den nächsten Tour Tag.

Tischlein deck Dich
Leben wie Gott in Frankreich

Nach einem reichhaltigen Frühstück musste das Rad vom Champione Lars erst gerichtet werden. Wir fuhren in den Radladen Chap´s Motos, im Ortskern von Valréas. Der Eigentümer erkannte schnell unser Problem. Mit viel Wissen und Können, ohne passendes Ersatzteil, schnurrte die Rennmaschine wie ein Kätzchen. Respekt. Und Merci!

im Radladen Chaps´s Moto
Chap´s Motos Valréas

Die „Tour der Leiden“ habe ich in dem Blog: Mythos Mont Ventoux Teil II beschrieben!

Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns freudig am Samstag den 13. Juli auf eine kulinarische Radtour. Der erste Stop führte uns zu Marie Thérès Gougne. Sie besitzt einen kleinen Honigladen in Valréas. Alles aus eigener Produktion: Lavendelhonig, Olivenöl, Lavendelessenz und vieles mehr. Sehr zu empfehlen.

Keine 300 Meter stand eine Weinprobe in der Coopérative „Cave La Gaillard“ an. Frischer duftiger Weißwein, verschiedene Rosé Varianten und schwere vollmundige Rotweine wurde uns charmant angeboten. Macht Laune.

Weinprobe in der Cave Cooperative Cave La Gaillard
Coopérative „Cave La Gaillard“

Nun standen immerhin die nächsten 5 km an. Das Nachbardorf Grignan war unser Ziel. Am Fuße des Schlosses Grignan, vor einer Postkartenkulisse mit einem Lavendelfeld, nahmen wir einen Petit Café zu uns. Herrlich!

Vor dem Schloss Grignan beim Petit Café
Selfie Time

So gestärkt nahmen wir die nächsten 15 km zum Kloster Aiugbelle. Dort angekommen nahmen den spirituellen Geist der Benedektiner Mönche in uns auf. Mit Lourdes Wasser in den Trinkflaschen fuhren wir mit Rückenwind (Mistral) im Sinne des belgischen Kreisels nach Valréas, unserem Domizil „La Refuge“. Mama Christa Holler wartete schon auf die hungrigen Radfahrer.

Quell beim Kloster Aiugbelle
Kloster Aiugbelle, die Loudes Quelle

Der Sonntag 14. Juli 2019 stand im Zeichen der Einladung des VCV Velo Club Valréas. Nach einem kleinen Frühstück radelten wir freudig zu unserem Treffpunk in die Ortsmitte von Valréas. Pünktlich um 7.30 Uhr versammelten sich alle Radfahrer. Ein großes Hallo, bonjour, shake Hands und Guten Tag. Wir waren baff der vielen Rennradfahrer (ca.30) die sich trafen. In 2er Reihen ging es aus dem Ortskern in Richtung Dieulefit in die Region Drôme Provencal.

radeln in der schönen Landschaft Drôme Provencale
Region Drôme Provencale

Es ist ein schönes Gefühl in so einem Peloton Rad zu fahren. Immer hat man Windschatten (war auch bitter notwendig, denn der Mistral wehte wieder stark) und einen Nebenmann für einen Plausch. Bruno Lauzier, Secrétaire des VCV Velo Club hatte die rund 100 km lange Tour geplant. Auf kleinsten Strassen führte die Tour in die Drôme Provencale. Der erste kleine Col auf 750 Metern wurde erklommen. Kein Mistral wehte und wir genossen die weiten Blicke in die Täler.

Die Franzosen achteten auf uns, wollten gute Gastgeber sein. Fabrice, 2.Vorstand sicherte die Gruppe mit einer gelben Warnweste ab. Bandit Olli, der mit einer Prothese fährt, hatte immer zwei französische Edelhelfer an seiner Seite. Der junge flinke Alban Girouin fuhr wie ein guter Hütehund die Gruppe immer Auf und Ab und hatte seine Schäfchen stets im Blick.

Natürlich wollte man auch Muskeln zeigen. Am Berg machten Présidente Charlie, Champione Lars und Chameur Thilo in der Führungsarbeit einen guten Job. Respekt, wohlwollendes Nicken, Schulter klopfen von unseren neuen Radfreunden.

kurze Pause auf dem Vol de Vecs
Présidente Charlie & Secrétaire Bruno auf dem Col de Vecs

Bruno kam an meine Seite gefahren. Ein kühles Bier bei mir im Garten? Gerne. Die Freude bei uns war riesig gross. Dadurch angespornt, rasten wir mit viel Tempo im Sinne des französischen Kreisels die letzten Kilometern nach Valréas in den Garten von Bruno Lauzier. In dem seine Frau uns einen herzlichen, warmen Empfang bereitete. Und noch besser: kühles Bier auf den Tisch stellte!

im Garten bei einem Bier von Bruno Lauzier
Im Garten

So ging eine einmalige Tour zu Ende. Présidente Charlie und Setrétaire Bruno Lauzier tauschten symbolisch die Trikots. Mit dem Wunsch und Versprechen wiederzukommen. Eine Einladung auf eine gemeinsame Tour in Deutschland wurde ausgesprochen. Worauf hin der 2. Présidente Fabrice freudig reagierte. „Super schön, Kette rechts, flach fahren, keine Berge! Na ja, wenn der wüsste…..dachte ich mir insgeheim!

Trikottausch, Bruno und Charlie
Trikottausch

Teamspirit

Einen Blog zu schreiben ist mir beim lesen des Buches Fever Pitch von Nick Hornby 1992 gekommen. Der Fußball, die Liebe und Leidenschaft, die Suche nach Freunden, eine gelungene Zeitreise.
Ich bin der Coach. Trainer, Vater und Respektsperson, die Autorität auf dem Fußballplatz.
Was zeichnet einen guten Trainer aus? Ein Team zu Formen, eine Begeisterung auszulösen, der berühmte Teamspirit, Punkte, Siege, Erfolg! Oder gehört noch mehr dazu? Ja, ich glaube schon.LG. EUER COACH