Schlagwort: Sachsenheim

Jumelage

Jumelage

„General Charles de Gaulle hat mein Leben 1962 nachhaltig verändert,“ flüstert mir Dieter zu. Wie? „Ja, der war doch 1962 zu Gast im Schloss Ludwigsburg und hielt seine „Rede an die Deutsche Jugend“, eine flammende Rede in Deutsch, ich war dabei, ich war beseelt von dem Gedanken Europa und der Deutsch Französischen Freundschaft. Erst 17 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg und weniger Monate vor dem Elysee Vertrag,“ erläutert mir Dieter weiter. Wir sind im Garten der Alten Kelter Ochsenbach, feiern 30 Jahre Partnerschaft zwischen Valréas und Sachsenheim. Gebannt lauschen wir der Begrüßungsrede vom Bürgermeister Holger Albrich. Die Franzosen sind da. Es wird ein lauer Sommer Abend.

De Gaulle begann seine Rede, die die jugendlichen Zuhörer nachhaltig begeisterte, mit diesen Worten:

„Sie alle beglückwünsche ich! Ich beglückwünsche Sie zunächst, jung zu sein. Man braucht ja nur die Flamme in Ihren Augen zu beobachten, die Kraft Ihrer Kundgebungen zu hören, bei einem jeden von Ihnen die persönliche Leidenschaftlichkeit und in Ihrer Gruppe den gemeinsamen Aufschwung mitzuerleben, um überzeugt zu sein, dass diese Begeisterung Sie zu den Meistern des Lebens und der Zukunft auserkoren hat. Ich beglückwünsche Sie ferner, junge Deutsche zu sein, das heißt Kinder eines großen Volkes. Jawohl! Eines großen Volkes, das manchmal im Laufe seiner Geschichte große Fehler begangen hat.“

Am 9. September 1962 hielt der französische Präsident Charles de Gaulle die vielbeachtete „Rede an die deutsche Jugend“ im Ehrenhof des Ludwigsburger Schlosses.

Die Franzosen sind da, hallt es durch die Gassen. Die Stadt Sachsenheim hat seid 30 Jahren eine Partnerschaft mit Valréas, eine Südfranzösische Gemeinde in der Haute Provence. Eine gelebte Freundschaft. Auf Einladung der Radbande im Stromberg haben sich 9 tapfere Radfahrer von VCV Valréas im Haus Knodel in Hohenhaslach eingemietet. Die Radbande übernimmt die Betreuung, übernimmt die Verantwortung, alle sind am Start, alle sind Motiviert, die TOUR de SACHSENHEIM kann beginnen. Die Sonne lacht. 4 Tage auf den Straßen in Zweierreihen, im Deutsch Französischen Peloton. Ich berichte.

Erst einmal schön Frühstücken, erst einmal Energie tanken, ein Espresso Stopp nach 10 Kilometer zum Kuchenglück Löchgau, es wird eine lange Tour in die Löwensteiner Berge. Wir werden erwartet, es ist angerichtet. Croissant, Brötchen, leckere Marmeladen, Käse, Wurst aus der Region, jeder Kaffee Wunsch wird erfüllt. Une régale. Michel, Vlad, Marc, Frederik laufen ein, haben sich Urlaub genommen, es ist ihnen wichtig, ich feiere das. In dem Moment bin ich stolz auf die #Strombergbuben

So gestärkt geht es in Zweierreihen in die Löwensteiner Berge, angeführt von Marc, Thomas, abgesichert von Michel und Präsident Charlie. Unsere Heimat. Es wird viel geplaudert, ich höre deutsche, französische, englische Wortfetzen und wenn man gar nicht weiterkommt wird wie wild auf dem Rad gestikuliert. Sprache ist wichtig, aber es darf kein Hindernis darstellen!

Unsere Heimat

Die Stockschüzen in Hohenhaslach haben am Abend eingeladen. Sie haben sich immer für die Jumelage eingesetzt. Besonders Karin und Bernhard Wycik sind zu nennen. Karin hat über Jahrzehnte Schüleraustausche organisiert und die Jumelage im Vorsitz angeführt, Bernhard hat auch ohne Französisch Kenntnisse die Herzen der Franzosen erobert. Sie haben viele Freunde in Valréas. Manni erklärt allen mit viel Geduld das Spiel, Rudi bereitet in der Küche das Essen vor, Bernhard organisiert ein gemeinsames Turnier aus 4 zusammen gewürfelten Teams. Ein großer Spaß für alle. Danke.

Der nächste Tag, wieder ein Traumwetter, ja wenn Engel reisen….,wie man so schön sagt. Wir treffen uns bei Kibata, eine Kaffeerösterei in Hohenhaslach, der junge Geschäftsführer Vilton Silva Santos hat sich schnell bereit erklärt auf ein Petit Dejeuner einzuladen. Es duftet nach frisch gebrühten Kaffee, der erste Espresso ein Traum, das ist kein Senseo Kaffe ruft mir Frabrice, mein französischer Freund zu. Unsere Gäste sind begeistert. Es ist Samstag, so stoßen weitere #Strombergbuben zur Gruppe. Olli, Vlad, Benni, Felix, Gerd, Stefan, Malwin, Thomas, Marco sind am Start. Klasse. Es geht in den Stromberg, unsere Heimat. In das Land der 1000 Hügel.

Präsident Charlie hat sich am Ende der Tour noch etwas besonderes einfallen lassen. Ein Prolog zum höchsten Aussichtspunkt, hoch über Hohenhaslach.🏁 Alle 30 Sekunden startet ein Rennradfahrer auf die Strecke. Oben wartet Geronimo mit der Kamera 📸 und Miri mit einem kühlen Radler. 🍻Ein spannender Wettbewerb, ein großer Spaß. Marc gewinnt mit starken 4 Minuten, aber jeder wird angefeuert, jeder kann stolz auf seine Leistung sein. „Lieber Präsident Alban, ich war 3 Sekunden schneller! In Valréas gibt es Revanche. Versprochen.“🏁

Mit einem Oldtimer Auto Korso, wie bei einem Staatsempfang fahren wir zur Einladung der Stadt und der Jumelage Sachsenheim in die Alte Kelter Ochsenbach. Danke an den Bürgermeister, an Franzi Müller vom Gemeinderat, an Fabian Köstlin von der Kelter. Merci à tous♥️

Staatsempfang 🇲🇫

Der Sonntag stand im Zeichen der Lichtenstern Tour, eine RTF organisiert von den Schülern des Lichtenstern Gymnasium. Der Schulrektor Helmut Dinkel hat unsere Freunde vom VCV Valréas eingeladen. Aber vorher gab es bei der Bäckerei Clement ein Petit Dejeuner 🥐☕. Lars, Sascha und Christian von den Alpentreter stießen dazu, sie konnten sich noch gut an die eigene Reise nach Valréas erinnern mit dem Empfang beim Bürgermeister, mit der herrlichen Tour in die Drôme Provençal, mit dem Finale in den Garten vom Bruno auf ein, zwei kleine Biere. 🍻Zum nachlesen: Das Radsport Camp So gestärkt Radelten wir zum Start in den Pausenhof der Schule. Schnell noch ein gemeinsames Gruppenfoto. Die Tour konnte beginnen 🚴

VCV Valréas 🚴 Radbande 🚴 Alpentreter 🚴

Champione Lars führt die Tour vom Start weg an, jeder hatte seine Aufgabe an diesem Tag, jeder sicherte das Deutsch- Französische Peloton. Wege, Unebenheiten Gefahrenstellen wurden angezeigt, Straßen gesichert, Autos und Motorräder geblockt. Freie Fahrt für unsere Französischen Freunde auf Deutschen Straßen.

Der letzte Stopp in Häfnerhaslach nochmal Energie tanken,ein bissen in den Apfel, ein Schluck aus der Trinkflasche. Jetzt wird das Finale eingeläutet. In Hohenhaslach wird der Ortssprint ausgetragen, dort wird der Sieger der Tour de Lichtenstern gekürt. Fabrice mit seinem dicken Oberschenkel fragt kurz nach: „pas de Montagne? No, Terrain vallonné!“

800 Meter zur Ziellinie. Alban der Präsident geht als erster aus dem Windschatten. Die anderen schlafen wohl gerade, sind überrumpelt! Hat er genug Power? Hinter ihm das gelb schwarze Trikot vom Capitano. Das Hinterrad hält Bruno, le secrétair, ist das sein Moment? Alban hat alles gegeben, er hat nichts mehr im Tank. Sind jetzt alle 4,5 Stunden im Sattel. Es geht abwärts, sehen die Ziellinie noch nicht. Da ist Präsident Charlie und sucht seine Chance. Alle kommen jetzt auf der Zielgeraden zusammen. Dédé hat kein Gas mehr, er ist raus aus dem Spiel. Der Capitano ist am Hinterrad vom Präsident Charlie. Aber schaut auf den Capitano, es ist ein Traumrennen von ihm. Er ist in Führung. Fabrice aus Valréas mit seinen dicken Oberschenkel rauscht an der rechten Seite herran. Der Capitano streckt die Arme zum Sieg in den Himmel !?Es ist ein Fotofinish. Zu früh? One of the strange sprint i ever seen in my life. Der Ortsschild Sprint in Hohenhaslach! So in etwa hat es sich zugetragen.😉 Schön war’s.

Mit einem feinen Abendessen im Restaurant Rose in Hohenhaslach beenden wir unsere gemeinsame Reise. Schwäbischer Roastbraten mit Spätzle und lecker Soße begeistert unsere Gäste aus Valréas. Fabrice bestellt einen Lemberger Hohenhaslacher Kirchberg.🍷Wir lassen die Gläser klingen. Bruno ruft einen Toast aus: Vielen Dank meine deutschen Freunden, ihr habt die Latte hoch gehängt!

Roastbraten mit Spätzle und Soße

Es ist Dienstag, Alban der Präsident sendet mir eine Message : Salut Sébastian
Nous sommes bien arrivés chez nous, hier soir un peu occupés mais je prends le temps de t’écrire un petit message. ♥️ Mache mir einen Kaffee, schlage die Zeitung auf, die Europawahl Ergebnisse zeigen einen klaren Rechtsruck. Macron ruft in Frankreich Neuwahlen aus. Ich weiss nicht ob wir die grosse Politik beeinflussen können, aber Europa fängt im kleinen an, in jeder Familie, in jedem Freundeskreis, in jedem Verein. Lasst uns Freunde werden. Zusammen ist man weniger allein.

Bleibt mir treu, bleibt gesund.

Der Coach (Basti)

Going for glory

Going for glory

oder

der schwäbische Giro

800 Meter zur Ziellinie.Thomas (Chalabert) geht als erster aus dem Windschatten. Die anderen schlafen wohl gerade, sind überrumpelt! Hat er genug Power? Hinter ihm das gelb schwarze Trikot vom Capitano. Das Hinterrad hält Marc (genannt 20Mille). Ist das sein Moment? Thomas hat alles gegeben, er hat nichts mehr im Tank. Sind jetzt alle 4,5 Stunden im Sattel. Es geht abwärts, sehen die Ziellinie noch nicht. Da ist Präsident Charlie und sucht seine Chance. Alle kommen jetzt auf der Zielgeraden zusammen. Janko hat kein Gas mehr, er ist raus aus dem Spiel. Der Capitano ist am Hinterrad vom Präsident Charlie. Aber schaut auf den Capitano, es ist ein Traumrennen von ihm. Er ist in Führung. Marc (20Mille) rauscht an der rechten Seite herran. Der Capitano streckt die Arme zum Sieg in den Himmel !?Es ist ein Fotofinish. Zu früh? One of the strange sprint i ever seen in my life. Der Ortsschild Sprint in Hohenhaslach! Wir sind mit der Radbande bei der RTF Lichtenstern, organisiert von den Schülern des Sachsenheimer Lichtenstern Gymnasium. So in etwa hat es sich zugetragen. Schaue gerade den Giro auf GCN in Englischer Sprache. Bin davon vielleicht ein wenig vom Reporter beeinflusst….Stage 14 Nico Denz the strong German winns, aber seht und hört selber. Sehr spannend.

Es ist ein schöner Tag im Mai. Die Strombergbuben haben sich um 8:00 Uhr im Pausenhof des Lichtenstern Gymnasium versammelt.Es geht auf die 135 km lange Strecke. 2022 habe ich schon einmal eine kleine Geschichte (Lichtenstern 🌠) darüber geschrieben. In den Stromberg und in das Kraichgau. Das Wetter ist sonnig bis heiter. Die Strombergbuben sind in ihrem Revier. Jede Straße, jeder Feldweg ist bekannt. Es wird viel gequatscht, wir haben uns lange nicht gesehen. Lars und Thilo von den Alpentretern werden eingeholt. Ein freundliches Hallo zugerufen. Weiter geht’s immer weiter.

Weiter geht’s immer weiter

Die Strombergbuben haben einen Segment Cup. Nach Gündelbach rein wurde es auf einmal schnell. Das heißt: wer die schnellste Zeit hat bekommt die meisten Punkte gutgeschrieben. Thomas genannt Chalabert hatte Druck auf der Pedale und somit die beste Zeit auf diesem Segment. Gratulation.

Queren Vaihingen Enz 🚴

Wir erreichen über einen Höhenzug Häfnerhaslach. Der erste Kontrollpunkt und Verpflegungsstation. Ich griff mir ne Banane und füllte die Trinkflasche. Weiter geht’s immer weiter.Thomas der Jugendleiter verabschiedete sich, am späten Nachmittag stand der Interstuhlcup an. Ein Radrennen auf einem Rundkurs in Heilbronn. Und was soll ich Euch sagen:er hat’s gewonnen. 🏆 Gute Vorbereitung, sag ich Mal.

Interstuhlcup 🏁

Den nächsten Höhenzug passieren wir locker,es geht ins Kraichgau. Zitat Janko: hier war ich noch nie….eine kleine Pause,einen Stempel ins Roadbook .Weiter geht’s immer weiter.

Der Kraichgau

Kloster Maulbronn ist unsere nächste Destination. Weltkulturerbe, nein einfach unser nächste Verpflegungsstation. Ein Apfel in die Hand. Weiter geht’s immer weiter.

Gute Stimmung 🤹

Es geht wieder ins Kirbachtal. Passieren Häfnerhaslach und mit Tempo nach Ochsenbach. Auf der linken Seite sehe ich den Geigersberg. Eine alte Weinbergslage.Einen Riesling vom Weingut Merkle trocken aus der Steillage kommt mir in den Sinn. Spannend, mineralisch mit viel Ausdruck. Lecker 😋

Endspurt

Jetzt wird das Finale eingeleutet. Die Spannung steigt. Das Ortsschild Hohenhaslach nicht mehr weit. Das Ende ist bekannt. Einen Höhenpunkt haben wir noch. Wer biegt mit Geschwindigkeit in den Pausenhof des Lichtenstern Gymnasium ein? Frei nach dem 2. Sieg von Nico Denz von Bora Hansgrohe beim Giro beschreib ich Euch unser Finale: noch 2 km zu gehen, wir passieren Kleinsachsenheim. Jetzt anschnallen, die Radschuhe nochmals fest anziehen, die Hände an den Unterlenker. Taktik wird wichtig, die guten Beine entscheiden. 4.5 Stunden entlang schönster Weinberge, entlang einzigartigen Höhenzüge der Region Stromberg Zabergäu kostete Kraft. Wir werden mit einem guten Hohenhaslacher Kirchberg🍷 heute Abend anstoßen. Das haben wir uns verdient. Wer hat noch die Körner, wer hat noch Gas im Tank? Wir sind auf der Zielgeraden, die Ziellinie im Schatten des Lichtenstern Gymnasiums nicht mehr weit. Capitano fährt von vorne, er wartet, schaut immer wieder über seine Schulter. Präsident Charlie an seinem Hinterrad, an 3 Position der junge Adonias, ein Gastfahrer aus Ulm. Wer zuckt als erster? Präsident Charlie hat auf grosse Kettenblatt geschaltet, er geht aus dem Windschatten, sie haben sich abgesprochen! Matthias aus Ulm, Thomas genannt Chalabert, Janko der Tausensassa, Sophia die Triathletin, Max der weiße Kenianer und Marc (20Mille) heben die Beine, lassen ausrollen. Am Hinterrad hängt der Junge Gast aus Ulm. Im Sinne eines grossen Sprinter, wie ein Greipel, wie ein Ackermann schießt er an Präsident Charlie vorbei und biegt als erster in den Pausenhof des Lichtenstern Gymnasium ein. Gut gemacht. Gratulation.

Bleibt gesund,bleibt mir treu

Der Coach (Basti)

Besenwagen

Der schwäbische Giro 🇮🇹

Eine Sache hab ich noch: Liebe Autofahrer🚗 liebe Motorradfahrer 🏍️,ich weiss, es ist schwierig, man ist genervt. Rennradfahrer sind ein Hindernis und wenn sie den dazugehörigen Radweg nicht benutzen um so mehr. Bleibt cool, freut euch der Natur, kurbelt das Fenster runter, motiviert mit allez Strombergbuben, allez rufen, feuert die Jungs und Mädels am Berg an. Den Daumen hoch👍 Es sind nur 2 Minuten an einem sonnigen Tag in eurem Leben. Aber entscheidende Minuten. Das Rennrad hat keine Knauuschzone.Danke.

Die Radbande vom Stromberg

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén