Schlagwort: Gravel

Wind of Change 🚴🏻🇫🇷🌬️

Wind of Change 🔆

I follow the Moskva
Down to Gorky Park
Listening to the wind of change
An August summer night
Soldiers passing by
Listening to the wind of change

Wie ein grosser Fischschwarm gleitet mein Peloton die kurvigen Straßen der Drôme Provecal entlang. Hochkonzentriert, den Lenker fest im Griff trete ich in Pedale. Der Mistral weht in Sturm Böen über unseren Köpfen. Gefährliche Seitenwinde, ich kämpfe, nutze die ganze Breite der Straße. Fühle mich wie ein alter Kahn auf Hoher See, die Wellen bestimmen mein Rythmus. Nur nicht abreißen lassen, der Kalte Wind frisst sich in meine Glieder, jetzt kommt er direkt von Vorne, mach mich klein, sehr klein auf meinem Merida Reacto. Das Rennen ist eröffnet, La Corima ist gestartet und ich bin Mitten drin, im Zentrum des Orkan.

La Corima, das Rennen, jedes Jahr Ende März in Montélimar ist der erste Höhepunkt der Radbande, genannt: die #strombergbuben. An meiner Seite Michel (The Legend), Thomas, Jugendleiter der Stuttgardia und Marco, (Porthos) uns noch gut in Erinnerung vom letzten Jahr, dort hat er unseren Rookie Wilhelm über die Berge gezogen. Ein unvergessenes Wochenende steht uns bevor. Die 4 Räder auf dem Fahrradträger verstaut, im Kofferraum hat Thomas, seine schnelle Rennmaschine versteckt, er ist für jedes Terrain gerüstet. Mit Marco wird er sich auch an der 100 km langen Gravel Tour beteiligen, eine neue Herausforderung im Programm der Organisatoren der Kultveranstaltung „La Corima.“ Über dieses Wochenende möchte ich euch gerne berichten.

Vieles nehmen wir für  selbstverständlich, vieles ist verfügbar, wir haben alles. Uns geht es gut. Wir haben Reisefreiheit, Meinungsfreiheit. Eine ganze Generation hat dafür gekämpft. Und doch ist der Mensch unzufrieden. Eine neue Generation weiss nicht, was es bedeutet, nicht Frei zu sein. Es gab eine Zeit, die ist noch nicht lange her, die jeder von uns erlebt hat, da gab es noch unerfüllte Träume. Ost und West war geteilt, eine Mauer mit Stacheldraht und Selbstschutz Anlage trennte Deutschland. Der junge Thomas diente in der Nationalen Volksarmee (NVA). Einmal Hamburg sehen, einmal unterm Eifelturm, Sehnsuchtsorte, einer ganzen Generation. Eines Morgens kam er zum Dienst. „Die Grenze ist offen,“ rief ein Feldwebel. „Ihr spinnt doch alle,“ murmelte er ungläubig in sich hinein. Wenige Wochen später machte Thomas sich mit Freundin in seinem alten Lada ohne Geld auf den Weg die neue Welt, die neue Freiheit zu erobern. Seine Träume zu leben. Kurz vor Paris ging das Benzin zu neige. Mit einem Liter Spiritus vom Camping Kocher fing der Lada wieder an zu laufen und unter grossem Applaus wildfremder Menschen fuhr er unterm Eifelturm. Was war das für eine schöne Zeit.

Alle, die von Freiheit träumen
Sollen's feiern nicht versäumen
Sollen tanzen auch auf Gräbern
Freiheit, Freiheit
Ist das Einzige was zählt

Heute ist uns der Applaus von Mama Christa und Anthrosoph Hubert sicher. Sie begrüßen uns freudig, die provencalische Sonne lacht, Fritzie der Familienhund wedelt, die Pinien wehen sanft im Wind. Bienvenue á Valréas 🇫🇷.Nach einem Petit Café gehen wir Vier auf eine kleine Willkommen’s Runde. Die Beine lockern, die klare Provencalische Luft einatmen, die letzten Sonnenstrahlen genießen. Herrlich.

Ich war noch nie auf dem Mont Ventoux, murmelt Marco am Abendessen und schlürft weiter die leckeren Metzger Maultaschen. Ich muss da hoch. Ja, aber wir haben März, der ist Schneebedeckt und Mistral kündigt sich an, erwidere ich Kopfschüttelnd. Von Sault, die Ostseite hoch ist sicherlich möglich, ergänzt Thomas. OK, dann entlang im Tal der Toulourenc und die Nordseite nach Malaucène herunter. Wird sportlich, aber jeder muss Mal den Berg der Winde bezwingen, auch wenn der Pass gesperrt ist und der Gipfel Schneebedeckt.

Tal de Toulourenc

Wir sind gut drauf, nach Baguette, Croissants und Petit Café und freuen uns auf die Tour zum Giganten, zum Mont Ventoux. Die Reifen auf 8 bar, die Trinkflaschen gefüllt, rollen wir entlang kleiner Straßen in das das Tal der Toulourenc, die ersten kleineren Cols ist ein kleiner Vorgeschmack was noch auf uns wartet. Die Ausblicke erfreuen unser Herz, der Blick zum Gipfel Kreuz zeigt uns den Weg. In Sault beginnt der Anstieg, jeder fährt sein eigenes Tempo, jeder ist jetzt auf sich allein gestellt. Schnell erreichen wir Chalet Renard, huschen unter der  Passsperre durch und haben noch die berühmten 6 km in der offenen Steinwüste des Mont Ventoux zu bewältigen. Der Berg der Winde wird seinen Namen gerecht. Mit Böen von Spitzengeschwindigkeiten über 80 Stundenkilometern ist der Wind der Gegner an diesem Tag im März. Mit jeder Kurbel Umdrehung kommen wir dem Gipfel näher, er ist schon zum greifen nah. Noch ein, zwei Kehren, am Denkmal von Simpson 🕊️vorbei (Put me Back on my Bike) holen wir unsere letzten Kraftreserven heraus, ein letzter Schluck aus der Trinkflasche. 1909 Meter hohe Gigant ist bezwungen. Von der Bucket Liste gestrichen! Ein schnelles Foto und mit dem Wissen, die Nordseite ist unpassierbar, der Schnee noch Meter hoch, geht die rasante Abfahrt die Südseite nach Bedoin im atemberaubenden Tempo herunter 🚀.

In Valréas warten schon unsere Freunde vom Radsportclub VCV bei Käse und Wein.  Michel (The Legend) hat die Betreuung übernommen. Ausführlich wird unsere  Tour erzählt, die ein oder andere Anekdote hinzugefügt, eigene Erfahrungen und Erlebnisse jedes einzelnen Radrennfahrer bereichert den geselligen Abend. Mit dem Versprechen im Mai 2026 mit der Radbande nach Valréas zum Jumelage Austausch zwischen den befreundeten Städten Sachsenheim und Valréas zu kommen geht ein fröhliches Radsport Treffen zu Ende.

Gravel

100 Kilometer Gravel. Das Wort kommt aus dem englischen und heißt übersetzt: Schotter. Eine neue Sportart, abseits befahrener Straßen besonders im Winter sehr beliebt. Thomas kommt aus dem Cyclo Sport und hat das nötige Talent und Können. Er hat sich auch schon für die kommende WM qualifiziert. Marco auch ein leidenschaftlicher Gravelfahrer ist mit ihm an seiner Seite und so gehen sie auf unbekanntes Terrain, über Stock und Stein, über kleine Hügel, tiefe Schluchten entlang der Rhône. Ich bin derweil mit Michel in die kulinarischen Köstlichkeiten Frankreichs eingetaucht, schlenderten gemütlich  entlang feiner Marktstände und machten auf unsere weiße einen feinen Espresso Stop.

Am Renntag, der Mistral hat nochmal an Geschwindigkeit zugenommen. Die Organisatoren sind kurz davor das Rennen abzusagen. Ich hol mir meine Startnummer, 1477 so meine Nummer, rolle zu meiner vorgesehenen Startposition, hunderte Rennradfahrer stehen schon vor mir in  ihrem Startblock, können es nicht erwarten, Nervosität liegt in der Luft. Thomas verabschiedet sich, wünscht mir Glück, ist im grossen Rennen über 150 km gemeldet und startet 15 Minuten früher. Mein Rennen nennt sich Gobik, hat eine Distanz von 120 km und ist nach einem französischen Trikot Hersteller benannt. Nach mir Startet  Sesam, ein Rennen über 92 km. Der Stadionsprecher begrüßt Lorant Jalabert, der berühmte Rennradfahrer aus den Neunziger Jahren, Gewinner Mailand – San Remo, Vuelta und unzählige Tour Etappen. Jalabert warnt vor den Böen, besonders von der Seite mit 90 Stundenkilometern können sie selbst erfahrene Rennradfahrer gefährlich werden!

Ich muss eine gute Gruppe erwischen, nur im Peloton kann ich dieses Rennen überleben. Die ersten 50 km sind geprägt von starken Seitenwinde, teilweise direkt von Vorne. Starke Jungs übernehmen die Führung, müssen im Mittel 100 Watt mehr treten. Ich hab Mühe mich zu behaupten, am Hinterrad zu bleiben. Erst in den Bergen sind wir geschützt, ich muss dem Tempo der ersten 2 Stunden Tribut zollen, oder war die Tour zum Mont Ventoux nicht die beste Vorbereitung, nicht die beste Idee? Nach einer kleinen Verpflegungspause nehme ich gestärkt mein Tempo wieder auf, von hinten schließen sich starke Jungs auf und im Sinne des belgischen Kreisels rasen wir jetzt teilweise mit Rückenwind dem Ziel entgegen.Ein höllisches Tempo wird angeschlagen, auf gerader Strecke zeigt mein Rad Computer annähernd 60 Km/h an. Ungläubiges staunen. Auf der Zielgeraden in Montélimar bereite ich mich auf den Zielsprint vor. Wie einst ein Greipel, wie ein Zabel lege ich einen dicken Gang ein und Stürme aus dem Windschatten dem Ziel entgegen. Gagné🏁🇫🇷

Verpflegung Station

Im Salle de Fête kommen alle Helfer, alle Polizisten, Streckenposten, alle Rennradfahrer zusammen. Ich genieße die Atmosphäre, ich genieße mein Menü und wie soll es anderes sein in Frankreich 🇫🇷gibt es auch ein Gläschen Rouge 🍷 Santé

Am Abend kommen wir alle zusammen kochen ein zartes französisches Landhuhn, trinken ein Glas 2020 amitie. von Domaine Maximilian 🍷reden über Gott und die Welt. 4 Tage mit guten Freunden, mit guten Radsportlern, mit guten Gastgebern, in einem Land wo die Zitrone blühen oder das Leuchten des Lavendels uns blendet. Wir haben unsere Träume gelebt. Merci

Bleib mir treu, bleibt gesund

Der Coach (Basti)

Au revoir

Die Zweite Luft

Musik an der Strecke 🎙️🎶

Der Stromberg

Gravel Tour

mit
Martin Donat
lifeCycle Magazin

&

Radbande im Stromberg

Grosse Freude bei der [Radbande im Stromberg]. Martin Donat vom lifeCYCLE Magazin kündigte an, ein Reisebericht über eine 3 tägige Gravel Tour im Stromberg zu schreiben. SUPER. Unsere Heimat, unsere Berge, unsere Wälder, einfach – unser Revier!

Der Begriff Gravel kommt aus den USA und bedeutet Schotter. Ein Gravelbike ist ein umgebautes Rennrad mit dicken Reifen und kleinen Übersetzungen. Über Stock und Stein, über Schotter, Waldwege bezwingt dieses Rad jede Steigung, jeden Singles Trail und hat keine Angst vor den gefährlichsten Abfahrten

Martin Donat hatte über komoot 3 Touren geplant. Er bat die Radbande ihm noch Tipps und neue unbekannte Routen mitzuteilen. Sein Weg führte von Mühlacker, nach Heilbronn. Nachhaltigkeit und Regionalität sind seine Werte. Auf das Auto verzichten, auf lange Flugreisen. Die Bahn maximal für an An – Abreisen, kleines Gepäck, das schwerste: seine Kamera, gut verstaut im Rucksack. So kam er gut gelaunt und PÜNKTLICH am Bahnhof in Mühlacker Freitag, den 7. Mai um 9:30 Uhr an. Marc und Thomas von der Radbande nahmen ihn herzlich in Empfang. Die Stromberg Tour konnte beginnen.

Das schwerste:seine Kamera 📸 gut verstaut im Rucksack

Eine Gravel Tour zu planen ist nicht einfach. Welcher Weg ist der richtige, welcher Weg ist keine Sackgasse. Klar über GPS wird man auf komoot gut geleitet, aber ein Regionaler Guide ist dann in einigen Abzweigungen oder tief im dunklen Wald Goldwert. In der Nacht hat es viel geregnet. Einige Regenwolken durchzogen noch die Region. Die Wettervorhersage sprach aber von einem sonnigen  heissen Sommerwochenende.

TAG 1:von Mühlacker nach Freudental🚴‍♂️

Mit Marc und Thomas hat er gleich zwei super Buddies an seiner Seite. Schnell verließ man Mühlacker Richtung Illingen, querte das Lienzinger Tal und fand Problemlos den Einstieg in den Stromberg. Im Rückblick die schönen Weinberge von Ensingen, dort liegt die Quelle des Mineralhaltingen Wassers, ENSINGER SPORT, ein wichtiges Naturschutzgebiet.

Der Trend aus den USA ist bei uns angekommen. Sportlich auf Rennrädern, aber abseits befahrene Straßen durch Wiesen und Wälder, an Weinbergen vorbei, kein noch so schlechter Weg ist ein Hinderniss. Höchstens eine Herausforderung. So meisterten die Drei gekonnt die Route. Über Hohenhaslach erreichten sie Martins erste Herberge in Freudental. Am Abend saßen sie noch bei einem guten Glas Hohenhaslacher Kirchberg🍷 gemütlich beisammen und sinierten über die schönsten Ausblicke auf ihrem Weg über Stock und Stein.

Am nächsten Morgen, nach einem erholsamen Schlaf freute sich Martin gemeinsam mit Geronimo Schmidt, sein Buddie von der Radbande, auf die 2. Tour von Freudental nach Sternenfels. Geronimo, ein ausgesprochen guter Kenner der kleinsten verwinkelten Wege im Stromberg und vielleicht ein noch besserer Fotograf für die schönsten Landschaftsaufnahmen. So, sind auf dieser Tour auch bemerkenswerte Fotos unser Heimat entstanden. Freut Euch.

Hoch auf den Baiselberg, die Höchste Erhebung des Strombergs, entlang an Wiesen, Seen und dem alten Rennweg entlang. Ein alter Höhenweg, der im Mittelalter eine grosse Bedeutung hatte. Im Mittelalter wurden Rennwege im Gegensatz zur offenen Straße meist abseits von Siedlungen, gerne auf Höhenzügen und durch Wälder als geheime Direktverbindungen für kleinere Reitertruppen und Boten angelegt.

Nach vielen Fotostopps und intensiven Eindrücken erreichten sie das Weingut Häussermann in Diefenbach. Martin’s letzte Unterkunft auf seinem Weg im Stromberg. Mit einem guten Hauseigenen Glas Lemberger 🍷genoss er seinen verdienten Feierabend und freute sich auf seine letzte Tour durch die Region Stromberg Zabergäu, das Land der 1000 Hügel.

Früh weckte ihn die Sonne, bestes Morgenlicht  für die schönsten Landschaftbilder. Also, ab aufs Rad, gleich das Statif auspackend und die aufgehenden Morgensonne über den Weinbergen von Sternenfels einfangen. Das war seine Motivation.

Ich traf mich schon früh mit Marc und fuhren ihm entgegen. Auf Höhe Eppingen trafen wir aufeinander und konnte so über die Waldwege an Ottilienberg vorbei einen kleinen Stopp an der Ehmetsklinge (kleiner Stausee) einbauen. Unser Ziel war der Zweifelsberg. Dort betreibt die WG Stromberg Zabergäu ganzjährig einen Ausschank. Von dort hat man hat einen fantastischen Ausblick auf das Zabergäu. Eine nette Geste vom Vorstand  Jürgen Conz, der persönlich uns begrüßte und uns einen Einblick in die guten Weine unserer Region gewährte. So, ist das Graveln auf den Wegen des Strombergs nicht nur eine sportliche Herausforderung… 😜 Sondern eine bemerkenswerte geschmackliche Freude 🍷

Immer ein Buddie an seiner Seite 💪

Wir verabschieden uns am Zweifelsberg, die letzten Meter Richtung Heilbronn waren wohl nicht mehr spektakulär, aber zufrieden mit vielen Eindrücken verließ Martin per ICE unsere schöne Region Stromberg -Kraichgau, Land der 1000 Hügel in Richtung Sauerland. Wir sind schon auf sein nächste Ausgabe des lifeCYCLE Magazin gespannt. Werden unsere Erinnerungen die gleichen sein? Hat er Einblicke, sowie Ausblicke entdeckt die wir noch nicht kennen?

Bleibt mir treu, bleibt gesund. EUER COACH

Nachspann

Ride as much or as little, or as long, or as short as you feel. But ride

Eddy Merckx

3 Tage im Stromberg

Cyclecross

Cyclecross

Radbande im Stromberg

#gravelbike

#strombergbuben

Es ist kalt, lausig kalt. Über Nacht ist der Winter eingezogen. In den Höhenlagen hat sich eine schöne Schneelandschaft ausgebreitet. Drunten im Tal verbindet sich der Schnee mit Matsch. Also Schneematsch. An Rennrad fahren ist nicht zu denken. Indoor ja, auf Watopia, am besten mit Marc mit seinem TRON BIKE und der Virtuellen Rad Bande (Thomas und Rico) bei einem Meetup im Windschatten. RIDE ON. Er im Keller, wir im Keller. Aber das kann doch nicht alles sein. Raus ins Leben, in die Realität. Ein Anruf von Charlie verändert alles: Komm, leih dir das Cyclecross Rad vom Forest aus, steht eh nur im Keller! Sven Heuschele, genannt Forest, ein guter Freund der Familie und guter Kumpel. Über ihn habe ich im Blogbeitrag Silvesterlauf 2019 eine kleine Anekdote geschrieben. Ein Anruf, ein Glas Rotwein, ein, zwei Raki später war ich stolzer Besitzer eines Cycle Crosser 🚴‍♂️ der Marke Specialized.

Cyclecross

Es sprach sich rum wie ein Lauffeuer. Der Coach hat ein Rad. Es wurden schnell Pläne geschmiedet, Touren ausgearbeitet und ein Treffpunkt für die Jungfernfahrt mit einem Crosser in den verschneiten Wegen des Strombergs zu unternehmen.

auf verschneiten Wegen im Stromberg

Cyclocross ist ein alte Sportart. Früher nannte man es Querfeldeinfahren. Es gibt Wettbewerbe, Meisterschaften, sogar eine WM wird ausgefahren. Charlie Albrecht und Thomas Fischer haben sogar im letzten Jahr in Mole, Belgien teilgenommen. Meist ist es ein Rundkurs mit Hügeln, mit kleine Hindernissen in denen man oft absteigen und sein Rad Schultern und tragen muss. Auf EUROSPORT hab ich mir das Finale angeschaut. Es ist schon beeindruckend wie leicht der Weltmeister Mathieu van de Poel durch den Tiefen Sand und Match mit seinem Rad pflügt. Alle anderen Konkurrenten, weit abgeschlagen in schweren Schritten das Rad Huckepack tragend, mit heraushängenden Zungen folgend. UNGLAUBLICH.

wie van de Poel

Ich kann mich gut an den ersten Satz von Charlie erinnern: Luft raus lassen! WAS? Ja, du hast einen zu hohen Reifendruck, also folglich keinen guten Gripp. Normal fahr ich zwischen 7 und 8 bar und jetzt soll ich unter 3 bar die Luft rauslassen. Schon komisch. Aber ich tue was mir gesagt wird, sind ja die Profis!

Single Trail

Über kleine Nebenstraßen, an Weinbergen vorbei, fanden wir den Einstieg in den Stromberg. Forstwege, von grossen Wald Maschinen schwer bearbeitet, tiefe Mulschen, Schnee und Eis, ein schwieriges Terrain für einen Anfänger. Geronimo bestimmt den Weg und entscheidet sich für einen Single Trail. Puh. Jetzt wirds tricki. Hohe Konzentration, den Weg lesen, das Rad unter Kontrolle, die Hände an den Bremsen. Bloss nicht auf die Fresse fliegen, sonst wirds dreckig! Geschafft.

Bloss nicht auf die Fresse fliegen

Noch einen weiteren Trail? NEIN, hab genug fürs Erste. Gemeinsam geht es den verschneiten Waldwegen des Baiselberg Höhenweg entlang. Die Sonne schimmert durch die Wipfel hindurch. Schatten und Licht, ein feines Wechselspiel der Natur. Ich atme die kühle Luft des Strombergs ein. Ich entspannte mich, mein Kopf wird durchgepustet. Nur Freude.

Licht & Schatten

Der Sport Cyclocross hat jetzt auch die Breite Masse erreicht. Man nennt es Gravel. Gravelbike überstezt: Schotterrad, ist ein Trend aus Amerika. Längere Distanzen über Stock und Stein auf einem umgebauten Rennrad. Dicke Reifen, auf Komfort getrimmtes Rad, für lange Touren geeignet. Jungs mit langen Bärten und Tattoo auf dicken Oberarme. Natürlich Cool.

Dirty Kanza Kult Rennen

Gut, den Bart hab ich, das Tattoo kommt noch. Ein Hipster bin ich nicht! Nenn es Gravel, nenn es Cyclecross, Mountainbiken oder Querfeldein. Abseits der normalen Strassen, weg vom Autoverkehr, über Sand, Schotter, Eis und Matsch. Neue Landschaften mit dem Rad erkunden. Ausblicke genießen. Die frische gesunde Wald und Wiesenluft einatmen. Die Seele auf dem Rad baumeln lassen. Mit Freunden unterwegs. Ursprünglich. Es geht ums Radfahren.

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FOTO GERONIMO SCHMIDT

Auf Strava hab ich für Euch meine Jungfernfahrt aufgezeichnet. Sie ist machbar, aber am besten mit guten Freunden. Danke an Marc, Thomas, Geronimo und Charlie für die guten Tipps , die guten Gespräche.

Bleibt gesund, bleibt mir treu.

LG. DER COACH

Warum ich ohne Akku fahre? Weil ich es kann😉

Unbekannt

Stromberg, unsere Heimat

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